Liebe, Liebe, Liebe

What is love?

Liebe ist die Essenz des Lebens. Liebe ist auch der Sinn des Lebens, vielmehr: wir leben, um die Liebe zu werden. Das Leben, der große Lehrmeister, hilft uns dabei. Da wir manchmal faul sind und nicht so gerne lernen wollen bzw das Gelernte wieder vergessen, brauchen wir zumeist den Schmerz, damit wir uns wieder des lebendingen Lebens, unserer Sterblichkeit und dem eigentlichen Sinn unseres Daseins – der Liebe – gewahr werden.

Die Liebe hat es momentan in vielen Gesellschaften – ich zähle insbesondere den deutschen Kulturraum dazu – nicht leicht. Viele Individuen zweifeln gar an der Liebe, will sagen: sie verstehen nicht was Liebe ist und noch viel weniger können sie insofern daran glauben.

Wer die Liebe nicht in sich selbst trägt, der kann kaum an die Liebe glauben. Das Schöne ist aber, dass wir Menschen alle in unserem Sein die Fähigkeit, also die Veranlagung zum Lieben haben. Wir können uns bewusst dazu entscheiden, diese Veranlagung zu benutzen, sie auszubauen und aktiv die Liebe fliessen zu lassen.

Eines der Probleme, warum es die wirkliche, wahre Liebe so schwer hat verstanden zu werden,, ist, dass ihr Platz eingenommen wird von der Idee der romantischen Liebe, also der romantischen Paarbeziehung. Unsere Gesellschaft ist zwar dominiert von Wettbewerb, Individualismus und Konkurrenzdenken, aber dennoch (oder gerade deshalb) lastet ein Druck auf den Menschen, das perfekte Match zu finden. Die Angst, zu den Verlierern dieser in Teilen verlogenen, nach Geld und Macht strebenden Gesellschaft zu gehören, ist groß und allgegenwärtig. Es ist für den Einzelnen infolgedessen nicht leicht, aus dieser Angst und Druck besetzten Situation auszusteigen und sich frei davon zu machen. Und es ist umso schwerer für zwei Individuen, die sich als Paar wahrhaftig zu begegnen, anstatt nur einen Deal zu haben. Das miteinander Teilen, das aufeinander Acht geben und das von Herzen kommende füreinander Sorgen will gelernt sein. Haben die beiden es bisher nicht gelernt, ist es für Sie umso schwerer, es während ihrer Liebesbeziehung zu erlernen in einem Umfeld, das eher hinderlich ist.

Scheitert dann die Beziehung, wird häufig der Fehler gemacht, dass dem/der anderen „mangelnde Liebe“ vorgeworfen wird. Die mangelnde Liebesfähigkeit als solche wird verantwortlich gemacht, was natürlich. eine verkürzte Sicht darstellt und was auf eigene innere Härte hindeutet. Denn wahre Liebe fließt einfach, ohne dass der/die andere seine Liebe beweisen muss. Die bedingungslose Liebe liebt einfach das Leben, so wie es ist. Ob eine Beziehung hält, entscheidet sich nicht in dem Maße, ob ein „Liebesgefühl“ vorhanden ist (so ein Gefühl verändert sich ohnehin über die Zeit) , sondern über das Maß der eigenen Selbstverantwortung beider Individuen.

Wenn wir scheitern, möchte unser Ego uns in aller Härte überzeugen: es gibt gar keine Liebe – sie ist eine Illusion! Aber das ist nicht die Wahrheit. Die Liebe ist wahr, Die Liebe kann nichts dafür. Es ist unser Ego und unsere unbewusste Lebensweise, die dazu führt, dass wir schmerzhafte Erfahrungen auch (und gerade) in unseren Paarbeziehungen machen – es ist die harte Schule, die wir anscheinend benötigen, die Einladung des Lebens, uns tief in uns zu verändern, Liebes-fähig zu werden.

Niemand hat gesagt, es sei einfach. Aber es ist der einzige Weg hin zu einem wahrhaft erfüllten Leben.

Adamii Verfasst von:

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